Nächster Halt: Isolation

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Das Leben ist schön, es ist kostbar, es ist ungewiss lang, es ist da, ziemlich nah an mir dran. Das Leben, das ich lebe, ist der Imperator für meine Befindlichkeit. Da ist zwar eine harte Fassade, klar, die hat ja jeder, aber innen drinnen ist eine weiche, echt eine ganz weiche, immerzu von Einflüssen formbare Psyche, die dahin schmilzt bei diesem dramatischen Überangebot an Möglichkeiten, genannt Arbeit oder halt Leben.

Aber da gibt es auch Tage, die sind ganz kurz, ohne nennenswerte Ereignisse. Die paar Stunden bloßes existieren würden locker in eine Hosentasche passen, denn sie bestehen nicht wirklich, sie sind ein Dahingleiten eine Art Dahinsiechen zwischen Bett und Klo und Küche. Es sind freie Tage, schön und gut, aber das ist doch kein Leben, also nicht so ein richtiges, nicht das, was es sein sollte, wenn man ab und zu mal keine Verpflichtungen hat, wenn man machen könnte, was man will, doch ich will dann nichts. Ich will mich einfach den ganzen Tag ans Bett binden, um nicht mehr aufstehen zu müssen, um nicht fallen zu können. „Nächster Halt: Isolation“ weiterlesen

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